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Leben in der Gastfamilie

Autor: SaraMueller | Datum: 13 Mai 2016, 22:52 | 0 Kommentare

Um mal das Leben in einer ghanaischen Familie  mitzuerleben, entschied  ich mich für 6 Wochen in einer Gastfamilie hier zu leben.  Da die Kinder schon längst aus dem Haus sind, lebte ich also mit meiner Gastmutter, Lydia, und meinem Gastvater, John, zusammen. Die beiden kümmerten sich total lieb um mich und nahmen mich auf wie eine eigene Tochter.

Eine Familie zuhaben heißt aber auch wieder eine Veränderung im Leben. Ich musste auf einmal nicht mehr für mich selber kochen, da oft meine Gastmutter schon für mich gekocht hatte, wenn ich nach Hause kam. Klar, habe ich ihr manchmal geholfen oder mal für meine Gasteltern gebacken und dennoch war das wieder ein ziemlicher Luxus. Auch war plötzlich nicht mehr für das Saubermachen eines ganzen Hauses zuständig, sondern nur noch für mein  Zimmer und mein Bad. Das ist natürlich wieder ungewohnt, aber da Patrizia noch alleine mit Peter, unserem ghanaischen Mitbewohner, lebte, half ich den beiden oft im Haushalt.  Eine andere Veränderung sind wieder neue Regeln wie um 9 Uhr zu Hause sein zum Beispiel, woran man sich nach einem halben Jahr alleine Leben wieder ziemlich gewöhnen muss... und dennoch kann ich nur sagen, dass mich die Zeit unheimlich bereichert hat. Nicht nur, dass ich zwei unheimlich tolle Menschen kennen gelernt habe, sondern auch die vielen langen Gespräche, das gemeinsame Kochen, die vielen neuen Ewe Floskeln, die Chorproben und die Gottesdienste. Meine Gasteltern sind nämlich sehr aktiv in der E.P Church und haben sogar einen eigenen Gottesdienst bei sich unter den Mangobäumen.

Zum Abschluss meiner Zeit  verbrachte ich Ostern noch mit meiner Gastfamilie. Da ich ja bei uns in der Kirche im Chor mitsinge, beschloss ich am Karfreitag in meiner Kirche den Gottesdienst zu besuchen und am Ostersonntag den Gottesdienst meiner Gastfamilie. Zu Ostern kamen auch zwei meiner Gastbrüder, die ich dadurch zum ersten Mal kennen lernte. Am Sonntagabend nahm mich mein Gastbruder mit in eine Bar mit ein paar Freunden und wir hatten einen schönen gemeinsamen  Abend. Ostermontag heißt es in Ghana dann gemeinsames Pick-nick mit der Familie. Das Ganze ist natürlich kein klassisches Pick-nick wie wir es kennen.  Die Familie und Freunde versammeln sich, jeder bringt etwas zu Essen mit, es gibt eine Andacht und es werden Spiele gespielt (Fußball, Karten etc.) und nett gequatscht. Da meine Familie einen großen Garten hat, findet dieses gewöhnlich bei ihnen statt- wie auch dieses Jahr. Ich hatte Wackelpudding am Abend zuvor gekocht und es den Kindern gegeben, welche total fasziniert davon waren, da einige noch nie zuvor Wackelpudding gesehen hatten. Als alle Gäste gegangen waren, endete auch für mich meine bei der Familie und mein Gastbruder hilft mir alles wieder in das alte Haus zu bringen. Der Abschied fällt schwer, aber die sechs Wochen waren als Zeitspanne gut und schließlich freute ich mich dann auch auf den gemeinsamen Urlaub mit Pats Familie. 

 

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